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kugelförmige Theilchen (die man ohne Zweifel unter einer stcir-kern Vergrößerung, und bey einer unbefangenen Ansicht würdemehr eckig und dem Pyropen oder Augit ähnlich gefunden ha-Leu.) Nachdem die Substanz trocken von dem Filtrum abge-sondert war, verschwand nach und nach die rothe Farbe, undward gelblich grün (meines Erachtcns zu Folge eines Gehaltesvon Chrom, welches man, wenn noch etwas von diesem Me-teor-Staube vorhanden ist, und man eine bessere Analyse anstel-len will, wahrscheinlich eben sowohl wird darin finden können,wie Sementini es in dem i8i3 gefallenen Meteor - Staubegefunden hat.) Der Geruch war nun anders, als vorher, undmehr dem Fischthrans etwas ähnlich. (Ganz natürlich, weil das,was vorher am meisten roch, wahrscheinlich Schwefelwasser-stoffgaS, nun mußte verflogen seyn, und bloß der Geruch vollbituminösen und öhligen Theilen übrig geblieben war, der wohlnicht viel anders wird gewesen seyn, als der Geruch der 1796in der Ober-Lausitz gefallenen Substanz, welcher die meiste Aehn-lichkeit mit ranzig gewordenem Oehlfirniß hat.) Die Substanzwar (wie man auch schon im Voraus erwarten konnte) unauf-löslich in Alkohol, kaustischem Kali und andern Auflösungsmit-teln, auch bey angewendeter Hitze. Salpetersäure, durch Hitzeunterstützt, färbte es grün; conceütrirt, und im Uebermaß löstesie es ganz auf, und nach dem Abdainpfen des Ueberschussesvon Säure, ward ein grünlich gelber Rückstand erhalten, ohnedie mindeste Spur der braunen Farbe, welche unter ähnlichenUmständen die Harnsäure gibt, (die niemanden einfallen kann,darin zu suchen, außer wer Meteor-Staub für Vögelkoth hält.)Chlorine bleichte es sogleich. Der Hitze allein ausgesetzt, gabes einen dicken weißen Schmauch (smoke), welcher entzündbarwar. (Anstatt die öhligen und bituminösen Theile, deren Da-seyn sich, so wie bey mehrern hier erwähnten niedergefallenettSubstanzen, durch den Geruch zu erkennen gab, zu verbrennen,und als einen dicken Schmauch fortgehen zu lassen, hätte mansie untersuchen sollen. Wenn man auch nichts weiter, als einetrockene Destillation angewendet hätte, so würde man ohne al-len Zweifel als einen Hauptbestandtheil Schwefel erhalten ha-ben, theils, wie aus der weißen Farbe des Schmauches sichschließen läßt, sublimirt, theils auch vielleicht mit Kohlenstoff