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it. s. w. zu einer öhlig fließenden Substanz verbunden.) DieKohle (aus deren Daseyn folgt, daß Kohlenstoff ein wesent-licher Bestandtheil ist), ließ nach der Einäscherung eine geringeQuantität Asche zurück, welche Spuren von Kalkerde, Eisenund Kieselerde enthielt. (Diese beyden lehtern Bestandtheile,welche doch die wesentlichsten alles Meteor-Staubes sind, wer-den, der fipen Idee zu Folge, daß es Vögelkoth seyn müsse,ohne allen Grund als fremdartig angesehen, Wenn man so ver-fahren will, kann man freylich der Natur zuwider alles be-haupten, was man nur will. Es wird ferner den erwähnten Un-tersuchungen zu Folge als ausgemacht angesehen, daß die Sub-stanz ihre Farbe und ihre Eigenschaften weder der Harnsäure,!wie sich von selbst versteht, noch dem Eisen,!! weil man esnicht darin haben wollte/ und es der Natur zuwider als fremd-artig ansah, verdanke; da doch nichts anders, als Eisen undChrom, allenfalls auch etwas Kohlenstoff, die färbenden Be-standtheile sind, wie aus allen Umständen und auS der Analo-gie mit anderem Metevr-Staube zu schließen ist. Es wird als»für eine organische Substanz, und für das Produkt einer kry-ptogamischen Pflanze gehalten, und gesagt, der Natur-Historikerwerde den Ursprung und die Beschaffenheit besser zu erklärenwissen, als der Chemiker. Hierauf läßt sich nichts anders sa-gen, als: Nein, der Chemiker und Physiker muß es besser zuerforschen wissen, nur muß das Verfahren ganz anders seyn,als es hier gewesen ist. Dieses ist wieder eininahl ein rechtauffallendes Beyspiel, zu welchen Mißgriffen und Trugschlüsseneine vorgefaßte Meinung einen Naturforscher verleiten kann!)Späterer Nachtrag. Während schon an dem Drucke die-ses Bogens gearbeitet wird, erhalte ich das Quarterly Jour-nal No. iss, Julius 1819, worin S. 222 rc. mikroskopischeUntersuchungen über diesen rothen Schnee von FrancisBauer mitgetheilt iverden. Es fand sich darin in Mengeeine zu den Pilzen oder Schimmel zu rechnende organischeSubstanz, die Uredo nivalis genannt wird, und der Uredofoetida und Uredo graminis ähnlich ist. Diese wird als diefärbende Substanz angesehen; ich halte sie aber für etwas in-fusorisches, das sich erst später in dem lange aufbewahrt gewe-senen rothen Schneewasser gebildet, und durch daS darin ent-
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