Band 
Erster Theil.
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sie selbst zu ersteigen, zwar nur in der Ferne,aber dafür auch in ihrem Ganzen, in ihrem To-taleindrucke überblicken und bewundern können.

Wie wir aber, um dieses Gleichniß fortzuse-tzen, in einem fremden Lande nur dann mit Vor-theil und Vergnügen zu reisen hoffen können,wenn wir zuerst die Sprache der Einwohner des-selben kennen gelernt haben, eben so willkommenund nützlich wird uns auch hier wenigstens eini-ge Kenntniß -er Sprache dieses Landes seyn, wel-ches wir jetzt zu durchreisen im Begriffe stehen. Alle,selbst die bloß mechanischen Künste haben sich, sobald sie einen gewissen Grad der Vollkommenheiterreichen, eine eigene Sprache gebildet: die Kunst-spräche derjenigen Wissenschaft aber, von welcherhier die Rede ist, ist mit ihr selbst so innig ver-webt, daß sie gleichsam einen integrirenden Theilvon ihr zu bilden scheint, den man daher kennenmuß, um in der Wissenschaft selbst nicht ganz fremdzu bleiben.

Diese Sprache, die unter dem Nahmen dermathematischen Analysis bekannt ist, unterscheidetsich vor allen anderen Sprachen, die mehr oder.weniger das Gepräge des Zufalls und der mensch-lichen Unvollkommenheit tragen, so Vortheilhaft,daß kaum eine Vergleichung jener mit diesen ange-stellt werden kann. Ihre Bestimmtheit und Präci-sion, ihre Kürze und Allgemeinheit ist so groß, daß