Band 
Zweyter Theil.
Seite
253
JPEG-Download
 

253

im §. 1. Diese Correctionen können aber wegen den unver-meidlichen Beobachtungsfehlern selbst noch einer kleinen Ver-besserung bedürfen. Um sie daher mit größerer Schärfe zufinden, beobachtet man mehrere Tage vor und nach der Op-position den Planeten, bestimmt jeden Lag die beyden Cor-rectionen der Tafeln, und nimmt dann das Mittel aus al-len Tagen, wodurch man also die Correction <IA der Längeund >1/5 der Breite milder größtmöglichen Genauigkeit erhält.

Aus diesen Beobachtungen selbst bemerkt man schon aufden ersten Blick, an welchem Tage die Opposition fällt. Mansucht daher für die zwey Tage, welche den Tag der Oppositionzunächst einschließen, die geocentrische Länge und Breite derTafeln, und verbessert sie durch die bereits bekannten Cor-rectionen <L\ und ilß. Für dieselben beyden Zeiten suchtman auch die wahre Länge der Erde, und daraus durch eineeinfache Proportion erstens die genaue Zeit der Oppositionund zweytens die geocentrische Länge und Breite für dieseletzte Zeit.

Wenden wir das Vorhergehende auf folgende Beobach-

tungen der Pallas an:

180't mittt. 3- Mayland

beobacht. Rcctasc.

beobacht. Declin.

August 27..

11 1 ' 50'59"

333°42'44."3.

. +5°33'39.''1

28

4617

333 3120.6

5 22 10.4

29

41 35

333 19 58.1

5 10 29.9

30

3654

333 8 35.9

4 58 42.7

5L

32 13

332 57 17.7

4 46 45.7

Diese Beobachtungen sind bloß von den Fehlern des In-strumentes und von der Rcfraction befreyt. Aus der erstenfindet man, wenn man die Declination um die Höhenparalla-re2."4 vergrößert, mit der scheinbaren Schiefe 23°27'55."5die geocentrische Länge 337°42'29-"3, und die geocentrischeBreite + 15°1950."0. Aus den Tafeln aber, oder aus denElementen findet man, wenn man die aus ihnen berechnete