8 Kurtzer Unterricht,ley Grund · Linie und Soͤhe hat, ein Lehr-
Was beyeinemLehrſatzezu beden-cken.
Satzes.
Satz genennet.
§. 38. Es iſt aber bey jedem Lehr⸗Satzeauf zweyerley zu ſehen, nemlich einmal auden Satz, darnach auf den Beweiß. Je-ner ſaget aus, was einer Sache unter ge-
wiſſen Bedingungen oder demjenigen, waszukommen koͤn-
ö eiget, wie unſerVerſtand dazu gebracht wird, daß er ſichſolches von der Sache gedencken kan.
Theile des H. 39. Nichts iſt ſchlechterdinges moͤg-
von ihr angenommen wird,ne, oder nicht: dieſer aber 3
lich, auſſer das Seibſt⸗ſtaͤndige Weſen;
ſondern alles hat ſeinen Grund, warum es
iſt. Derowegen muß ein
richtiger Satz.
keinen von den Umſtaͤnden auslaſſen, unter
welchen dasjenige moͤglich iſt,
bekraͤftiget wird, das iſt, man muß vonder Sache, von welcher man etwas be—kraͤftiget, dasjenige annehmen, um des-willen von ihr dieſes bekraͤftiget werden
muß. Z. E. Der Triange
iſt die Helfte
eines Parallelogrammi, wenn deyde Figu-ren einerley Hoͤhe und Grund ⸗ Linien ha-ben. Soll nun der Satz richtig ſeyn, ſo
muß er die Bedingung von
der Gleichheit
ſo wohl der Grund⸗Linien, als der Hoͤhen,nothwendig in ſich faſſen. öſtalt kan man jeden Satz i
Und ſolcherge-n zwey Theilezerthei-
was in ihm
5
3
—— ů—
zerternet
odLazuSgeLin