der Aſtronomie. 1259
Allein, da die Luft zu anderer Zeit wieder-um rein iſt(F. 280); ſo muͤſſen die Ausduͤn-ſtungen aus ihr wieder in den Mond herab ge-ſtuͤrtzt werden, und alſo faͤllt entweder einThau oder Schnee, oder es regnet; ja es er-eignen ſich auch darinnen große Ungewitter(. 279): Melches das dritte war.
Der 4. Lehrſatz.
291. Der Mond iſt eben ein ſolcher Coͤr-
per, wie unſere Erde.Beweiß.
Denn, er iſt vor ſich dunckel und undurch-ſichtig(§. 282,287), hat Berge, Thaͤler undMeere(§. 282), Inſuln, Stein⸗Klippen undVorgebuͤrge(§. 283,284). Er wird von ei-ner ſchwehren und elaſtiſchen Luft umgeben,worinnen die Aus duͤnſtungen aufſteigen, undRegen, Schnee und Thau zeigen, auch Unge-witter entſtehen(F. 290). Derowegen iſt er einſolcher Coͤrper, wie unſere Erde. W. Z. E. W.
Anmerckung.
292. Da wir wiſſen, daß auf unſere Erde der Regenund Thau von dem Himmel faͤllt, damit die Pflantzenwachſen; die Pflantzen aber wachſen, und die BaͤumeFrucht bringen, damit die Thiere ihre Nahrung ha-ben: ſo hat man nicht ohne Grund ſtarcke Muthmaſ-ſungen, es ſey auch der Mond mit allerhand Pflantzenund Baͤumen, wie unſere Erde, gezieret, und habe zuſeinen Inwohnern Thiere und Menſchen. Denn alles,was zum Wachsthum der Pflantzen und Fortpflan-tzung der Thiere erfordert wird, treffet ihr in demMonde wie auf unſerer Erde an. Und da Gott alleserſchaffen hat, um ſeine Majeſtaͤt dadurch zuoffenbah-
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