Tab. III.
1260 Anfangs⸗Gruͤnde
ren, wir aber die Dinge nicht ſehen und bewundernkoͤnnen, womit er den Mond ausgezieret hat: ſo mußer/ als ein weiſer Herr, um ſeinen Zweck zu erhalten,auch vernuͤnftige Ereaturen hinein geſetzt haben, wel-che ſeine Wercke daſelbſt betrachten und bewundernkoͤnnen, folglich einen Leib und eine Seele haben, dasiſt, Menſchen. Ihr werdet dieſen Muthmaſſungennoch mehr zutrauen, wenn ihr unten hoͤren werdet,daß unſere Erde in der That ein Planet iſt, und ſichmitten unter ihnen am Himmel befindet, auch wennihr ſie aus verſchiedenen Planeten anſehen ſoltet, ſiebald wie ein Mond, bald wie die Venus oder der Ju-piter, bald wie ein anderer Stern erſcheinen wuͤrde.Denn, die aͤuſſere Gleichheit wird euch ein zulaͤngli-cher Grund ſeyn, die Gleichheit des Schmuckes dieſerCoͤrper daraus zu ſchlieſſen. Und kan ich mit dem vor-treflichen Hugenio(in Coſmotheoro lib. i. p. m. 16, 17)ſagen; wenn ihr einen aufgeſchnittenen Hund, und inihm Lunge, Leber, Hertz, Magen und Gedaͤrme geſehenhaͤttet, wurdet ihr nicht davon gleich ſchlieſſen, daßnicht allein in allen Hunden, ſondern auch in Ochſen,Schaaſen und allen Thieren, welche von auſſen eineGleichheit mit der Geſtalt der Hunde haben, alle der-gleichen Eingeweide anzutreffen ſind? Oder, wenn ihrin einem Planeten geweſen waͤret, und euch darinnenumgeſehen haͤttet; wurdet ihr nicht ohne Bedenckenſchlleſſen, daß es in den uͤbrigen auf gleiche Art ausſaͤ-he? Nun duͤrfet ihr euch nicht wuͤnſchen, in einen Pla-neten zu kommen, denn ihr ſeyd ſchon in einem, undzwar in demjenigen, welcher mitten zwiſchen den an-dern am Himmel ſtehet. Nur ein wenig Gedult! Ihrſollet deſſen bald uͤberfuͤhret werden.
Die 2. Aufgabe.
293. Ein MICROMEI RUM, das iſt,ein Inſtrument zu machen, wodurch mandie Aleinigkeiten an dem Simmel meſſenkan. Auf,