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det wird. Denn keinen andern Begriff kan GOttohne Erklaͤrung ſeiner Worte in naturlichen Din-gen von euch fordern, als welchen er euch durcheure natuͤrlichen Kraͤſte beygebracht hat. Wenn ihrdieſes voraus ſetzet, ſo werdet ihr begreifen, daßman aus der Bibel den von uns verworfenen Lehr-ſatz nicht beſtaͤtigen kan.
Die 4. Anmerckung.369. Wir wollen die Redeus-Arten der Schriftunterſuchen, welche man zu Beſtetigung des verwor-fenen Lehrſatzes anfuͤhret. Z. E. Man beruft ſich dar-auf, daß Joſua der Sonne befohlen habe, ſie ſolte ſte-hen, und ſie ſey ſtille geſtanden, Jol. X 12,13. Wennihr nun fraget, was Joſua bey dieſen Worten fuͤrGedancken hat haben koͤnnen; ſo werdet ihr befinden(§. 369), er habe verlangt, die Sonne und derMond ſolten ihre Stelle in Anſehung der Erde nichtaͤndern. Denn wo er ſtund, kam ihn vor, als wenndie Sonne uͤber der Stadt Gibeon, und der Mondüber dem Thal Afalon ſtuͤnde. Haͤtte er ſeine Stelleverandert, ſo waͤren ihm auch die Sonne und derMond nicht mehr uber dieſen Oertern erſchienen. Daer nun auf ſeiner Stelle ſtille ſtehen blieb, ſo verlangteer weiter nichts, als daß die Sonne ihm immer uͤberGibeon, und der Mond über dem Tahl Ajalon er-ſcheinen moͤgte. Daher heiſſet ſtille ſtehen hier ſoviel, als ſeinen Stand gegen die Erde nicht aͤndern.Derowegen koͤnnet ihr aus dem ſtille ſtehen der Son-ne, welches in der Bibel beſchrieben wird, nicht ſchlieſ-ſen, daß ſie ſich wuͤrcklich um die Erde dewege: denndie Sonne hat dem Joſua immer uͤber Gibeon erſchei-nen konnen, auch wenn die Erde in ihrer Bewegungum ihre Axe gehemmet worden iſt, oder auch auf eineandere vortheilhaftere Art, welche wir nicht wiſſen,weil ſie Gott uns nicht geoffenbahret hat. Ihrwerdet ferner anfuͤhren, daß gleichwohl die Schrift(Eecl. I. 5) mit ausdrücklichen Worten ſagt: dieSonne gehet auf und gehet unter, und lauft anihren