36 Burtzer Unterricht
tum,(wovon H. 8. geredet worden iſt), worinnen erauch in dem achten Buch der Arithmetick mit weni-gem die Algebra beſchreibt, wie ſie von den Ara-bern gelehret worden ii. a§. 53. Unſere Teutſchen haben auch dazu baldLuſt gehabt, ſo gar, daß ſich auch die Rechen⸗Mei-ſter, als Adam Kieſe, mit Fleiß darauf geleget ha-ben. Denn A 1524 hat Chriſtoph Rudolff vonJauer in Schleſien, die Algebra unter den Nahmender Cot in Teutſcher Sprache heraus gegeben, wel-che nach dieſem Michael Stiefel, aus Eßlingen ge-buͤrtig, ein Prediger in Preuſſen, mit vielen An-merckungen von neuen zu Koͤnigsberg A. 155; in at.(5 Alph. 13 Bog.) wieder auſtegen laſſen. Der Ti-tul davon iſt: Die Coß Chriſtoph Rudolffs mitſchoͤnen Exempeln der Coß durch Michael Stiefelgebeſſert und ſehr vermehret. Eben derſelbe hat inſeiner Arithmetiia intigru in dem dritten Buche dieAlgebra kurtz erklaͤret, wiewol er nicht weiter, alsFyruter Lucas, gegangen iſt. Nemlich alle ſind zurſelbigen Zeit nur beh der Aufloͤſung der quadratt-ſchen Gleichungen geblieben, biß io Ferreis eilItaliaͤner, die Regeln fuͤr die eubiſchen erfundenhat, welche insgemein ReguleCardani genennet wer-den, weil ſie Cardanis in ſeiner Arte Magha, quam vul.0 Cloſſam vocant, ſen Regulis Agebræ A. 154. zuerſtoͤffentlich bekannt gemacht hat, und A. 1579. Na-phaèl Bombelli in ſeiner Algebra, welche er Italiaͤ—niſch geſchrieben, aus des Ladoniei lerrarienſis Erfin-dung angewieſen hat, wie man die quadratoqua-dratiſchen Gleichungen durch Huͤlfe der cubiſchenzu zwo qusdratiſche reduciren kan: wobey manes auch noch bis auf dieſe Stunde bewenden 655 654