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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
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66 Erſte Gruͤndeſtarajaruſſiſchen Salzwerken in dem GouvernementNowgorod habe ich inzwiſchen wahrgenommen, daßdas zu den Kuͤnſten gebrauchte Eichenholz vom Kerneheraus in Zeit von einigen Jahren verfault, fo friſches ſich auch noch immer von auſen anſiehet, wahr-ſcheinlich aber bekomt es dieſe ſchaͤdliche Eigenſchaftvon dem feuchten Boden, worinn ſolches in dieſerſo ebenen Gegend waͤchſt. Sonſt bemerke ich noch/daß die Salzſole, beſonders die reiche, alle dieſe.Hoͤlzer vor der Saͤulnis und dem Wurm bewahret.v$. 330.

Alle bisher erzaͤhlten Bauhoͤlzer werden bald inganzen Staͤmmen, bald aber in vierkantigen Stuͤk-ken, worinn fie zerſchnitten werden, verbraucht. Je-nes wird gemeiniglich einlaͤuftges, dieſes aber gesſchnittenes Holz genennet, und iſt das erſtere weitdauerhafter, und ſtaͤrker, als wie das leztere/ weilſeine Fibern nicht zerſchnitten ſind. Eben, um dermehreren Staͤrke willen, macht man dann auch dieSchwellen, Poſten, Streben, Balken, Durch-züge und Riegel an einem Gradierhauſe aus ein-laufigem Solz, und beſchlaͤgt nur allein dieSchwellen, Balken und Durchzuͤge, damit ſie gleichaufliegen, auf der obern und der untern Seite.

$. 331.

Das Eiſen(F. 221 gif. s) muß man bei einemGradierhauſe, weil es von der darauf fallendenSole gar bald verroſtet(§. 47 Zif. 7), fo viel wie

moͤg ·