- »6 Der Geometrie erster Theil.
dem andern: so wäre die eine Linie entweder kleiner,Ldcr grösser, und der eine Winkel entweder kleiner,oder grösser, als der andre, welches nicht seyn kann,da beyde gleich groß seyn sollen.
'S §-
7 O 1 Z. Wenn von einem Punct O einer graben Linieeine andre grade Linie 06 fortgezogen wird; so kom-wen zweene Winkel, 60^, und LOK heraus, dieeine gemeinschaftliche Spitze O, und einen gemein»schriftlichen Schenkel 06 haben, deren übrige Schen-kel O/^, und OK aber in grader Linie liegen. Sol-che Winkel heißen s^cben-winkel (comiAlii, stein-ZkiZ.cexs pciliti). Stehet die grade Linie OO ciiuf60so,daß beyde Nebenwinkel 006 und OObl, gleich groß'' sind, wie in der 8 Figur; so sagt man Ob stehe auf60 grade, oder senkrecht, auch lochrecht, (per-venaicularis, nurinalis) und die beyden gleich grossenNebenwinkel OkO, und 006 heißen rechte Win-^big.kel (anAuli rec^i). Wen» beyde Nebenwinkel 60^,60 k, ungleich sind; so sagt man, daß LO aufschief stehe, und die Winkel ^06, und L06 heis-sen schiefe Winkel. Man ist gewohnt, statt desWorts rechter Winkel, der Kürze wegen, denBuchstaben 8 zu brauche». Wenn man also setztbOO — 8 : so heißt dies so viel, eö sey OOO einrechter Winkel.
20 §.
ZkiZ. Wenn in der 8 Fig. die Linie OO sich um b gegen06 zu drehet, so wachst der Winkel OOO; und wenndies so lange foreaehet, bis 00 ,n 6 k fällt: so istnun der Winkel OOO um das Stück 006 angewach-sen,