254 Der Geometrie erster Theil.
und auf die! Gleichheit ihrer übrige» Seiten und Win«kel, nur allein in dem Falle schließen, wenn die demgleichen Winkel gegenüberstehende Seite grösser, alsdie anliegende ist (78 §).
Je kleiner l' ist, desto näher kommen die Durch«schniktöpimcte O und L einander: denn desto nähermüssen und der Normallinie rücken.Ware k der Normallinje gleich; so würde der Kreisdie Linie 8L nicht mehr schneiden, sondern nur durcheinen Punct 6 derselben durchgehen.
Wäre k kleiner, als die Normallinje von /V aufVL; so könnte der Kreis die Linie 8L gar nicht mehrtreffen (76 §), und aus den gegebenen Stücken liessesich kein Dreyeck verzeichnen.
80 §.
k. Zwo grade Linien ^6, LO, die auf einer Ebeneeine solche Lage gegeneinander haben, daß sie nichtzusammenstoßen können, sie mögen auf beyden Sei«ten so weit man will verlängert meiden, heißen pa-rallele Linien. Demnach sind solche grade Linien,die in einerley Ebene einerley Lage haben, einanderparallel. (;y §.)
Man pflegte wohl dies Zeichens statt des Worts rparallel der Kürze wegen zu gebrauchen.
wenn zwo grade Linie»» l 7 O eine drit-te L^in 6 und /k so schneiden, daß die beideninwendigen Winkel Ltr/', welche zwi-schen und ( 7 O an anliegen, zwey rech-te Winkel ausinachen: so sind ^ und L'Oparallel.
Beweis. Denn stießen sie nach 8 und l> ver-längert zusammen: so würde sich riir Dreyeck erge«
den.