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Der V. Abschnitt.
§-
Wofern die <L>ahe des vor. § so, wie sie da ausge,druckt sind, ihre Richtigkeit haben : so ergeben sichdaraus dem Ansehen nach allerhand sonderbare Fol»gen. Euclides hat diese Sähe, und seine Ausle.ger mache» dabey allerhand Schwierigkeiten. EinWinkel, heißt es, der kleiner, als jeder stumpfe, undgrösser, als jeder spitze Winke! ist, muß ein rechterWinkel seyn: und dies hat ja auch wohl unstreitigseine Richtigkeit. Denn eine Zahl z. E. die grösserist als jede Zahl, die kleiner als 4, und kleiner, alsjede Zahl, die grösser als 4 ist, muß ja wohl selbstdie Zahl 4 seyn. Also folgt aus dem rzo §, daßder Winkel des Halbkreises ein rechter Winkelsey. Aber aus eben der Ursache ist auch ?M6 einrechter Winkel, und überhaupt die Winkel aller Halb»kreise durch O, die ihre Mittelpuncte in Dl^ haben,sind rechte Winkel. N»n sind diese Winkel alle un»gleich groß (129 H.): also sind nicht alle rechte Win.kel gleich groß gegen den 21 §. Noch mehr. EinWinkel, der kleiner, als jeder gradlinichte ist, kannkein Wmkel von irgend einer Grösse mehr seyn. EineZahl, die kleiner als jede Zahl ist, kann doch wohlkeine Zahl mehr seyn. Dennoch kann man nicht ja»gen, daß der Winkel völlig nichts sey. Dennaus eben dem Grunde wäre auch nicbrs.
Aber -XOO > -HOf (129 H) und ein nichts kannnicht grösser, als das andre seyn.
lZ2 §.
Allein ich sollte meynen, daß alle diese anscheinen»den Widersprüche wegfallen müßten, wenn man nureine gewisse Zweydeutigkeit der Worte hebt, die überdiese Lehren eine solche Dunkelheit verbreitet.
Rarsten« Lehrdegr. 1 T. Wenn