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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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Drittes Kapitel.

§. 15 -

Verrichtungen des Zellgewebe-.

Wenn also die Zcilwände nicht mit sichtbarenPoren versehen sind, und die Säfte doch aus einerZelle in die andere übergehen: so ist das organischeDurchschwitzen der einzige Weg, auf welchem dieGemeinschaft eröffnet wird.

Um dies uns deutlicher vorzustellen, müssen wiedie Ähnlichkeit mit dem thierischen Körper benutzen.Wir wissen jetzt mit Gewißheit,^) daß das ganze Gefäß-system in sich geschlossen ist; daß zwischen den letztenZweigen der Arterien und Benen die Haargefäße inder Mitte liegen und daß kein unmittelbarer Uebergangvon diesen letzter» in die Ausführungsgänge der Ab-sonderungen Statt findet. In den meisten Abschei-dungswerkzcugcn verbreiten sich die absondernden Ar-terienzweige wie Strahlenbüschcl in das Parenchym;ihnen entgegen kommen wie Strahlenbüschel die aus-führenden Gänge; zwischen beiden liegen entwederHäute oder eine lockere Masse, die man Zellstoff nen-nen mag, wodurch die Enden dieser Gänge verschlos-sen werden; in diesen Häuten der Gefäße, wie indem mittlern Zellstoff, kann man durchaus keine Porenoder Löcher erkennen. Das Blut, mit den Grund-stoffen der zur Abscheidung bestimmten Säfte beladen,dringt nun in die feinsten Arterienzweige ein; durchdie Thätigkeit der letztem, durch den Einfluß der Ner-venkraft wird das stärkere Hervortreten jener Grund,

SS) ia»ür, «».ä, -9-zz.