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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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100
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Drittes Kapitel.

Ruysch nie. die Einspritzungen anders wohin, alsaus den Arterien in die Venen zu treiben.

Alle diese Gründe berechtigen uns zu dem Schluß«se, daß die Absonderungen des thierischen Körpers aufeinem, nicht mechanischen, sondern organischen, durchgalvanische Lebensthätigkeit bewirkten Durchschwitzenberuhn. Ein anderes ist das mechanische Durchschwi-tzen durch unsichtbare Poren der Häute, welches wirnur nach dem Tode in der Gallenblase, dem Magen,den Gedärmen und den Gefäßen bemerken, was aber,wie Hewson, Caldani und Lupi richtig gegenMascagni anführen, während des Lebens so weniggeschieht, daß die serösen Haute vielmehr die stärkstenAnsammlungen von Lymphe und Blutwasser erleidenkönnen, ohne etwas durchschwitzen zu lassen. Ja ingewissen Häuten, zumal der Harnblase, erfolgt bekannt-lich dies mechanische Durchschwitzen selbst nach demTode nicht, obgleich, wie wir oben bemerkten, derGalvanismus das Durchschwitzen zersetzter Säftebewirkt.

Machen wie hievon eine Anwendung auf dasPflanzenreich; so ist allerdings an keine solche Abson-derung hier zu gedenken, als wir im thierischen Kör-per finden: es fehlt den Pflanzen sowohl an Gefäßen,als auch an der höhern Lebensthatigkeit, die durchNerven geleitet wird. Aber sie leben doch, und es ge-hen Abscheidungen und Veränderungen der Säfte inihnen vor, welche auf denselben allgemeinen Gesetzendes Lebens beruhen, die auch im thierischen Körperwalten. Ja, wir sehen schon bey den Uebergängen