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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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112
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Drittes Kapitel.

so bald sich diese verholzen, verlieren sich, wenigsten-bey mehrern Gewachsen, wie bey gras-

en, die eigenen Saftgange. In der Wurzel, meinter, seyen sie niemals; diesem aber widerspricht die all-tägliche Beobachtung, indem nicht bloß der eigenthüm-liche Saft der ^8a ioeticka vorzugsweise aus derWurzelrinde genommen wird, sondern auch bey Che»lidonium, ja sogar bey (^snnisnul« Unpuncu-1u8 und psrZÜLifolis, bey Lvlinum pslvr8tre undkimpinklla rna^na geben die Wurzeln fast aus-schließlich einen gefärbten Saft, der bey den erstenPflanzen milchartig, bey der kimpineUa blau ist«nd zum Färben vorgeschlagen wird. Sehr richtiggber eignet Bernhardt dem Safte in diesen Gän,gen keine bestimmte Bewegung zu, da sie bloß die Be-hälter desselben sind. Am wenigsten könne man immereine absteigende Bewegung annehmen, wie Einige be-hauptet haben.

Treviranus fand bey näherer Untersuchungdieser Gänge, daß sie nichts besitzen, was uns berech-tigt , sie für eigene Gefäße zu halten. Malpighi habe nur die gewöhnlichen Gänge zwischen den Zellendes Parenchym abgebildet. Bernhardt scheine inden kürbisartigen Pflanzen die Jntercellular-Gängedamit verwechselt zu haben; denn hier seyen die Eckender Zellen vorzugsweise mit einem schwarzen Fleck ge-zeichnet, der sich beym Längsschnitt als Flüssigkeit zei-ge und absatzweise in unregelmäßigen Streifen in denZwischenräumen der großen Zellen hange. ")rr) Dom inwend. Bau der Gew. 77 . 78 .

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