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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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139
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und ihren Abänderungen. H. 22. IZ9

Diese Kanäle, die Treppengänge, sind unläug-bar Fortsetzungen der eigentlichen Schraubengänge,indem dasselbe Gefäß unten Schrauben-und obenTrep«pengang ist, und umgekehrt. (Taf. IX. Fjg. 44.)Wenn man in den Farrenkräutern, Gräsern und Pal-men gewöhnlich Treppengänge sieht: so muß man deß-wegen nicht glauben, daß es keine andere gebe, oderdaß sie ursprüngliche Formen seyen. Denn wählt manvon den genannten Pflanzen-Familien nur recht jungeTriebe zur Untersuchung: so ist es nicht schwer, ächteSchraubengänge, die sich abrollen, zu entdecken, wieich sie aus einem Farrenkraut sXs^ickruni krllx musTaf. III. Fig. tz.) und aus dem keimenden Grase(Taf. X. Fig. 52.) dargestellt habe.

Diese Treppengänge sind bisweilen zusammen ge-schnürt an einzelnen Stellen, wodurch man auf dieJder gerathen könnte, daß sie wirkliche Zwischenwändecnihiclrrn. Allein, wir haben schon oben (§. 18.) ge-zeigt, daß dies eben so wenig wahre Scheidewändesind, als die, welche man oft in Conferven findet.(Taf. X. Fig. Zi.) Mir solchen Scheidewänden ver-sehen, habe ich die Treppengänge aus dem Papierschilf(Taf. IV. Fig. 20.) und aus dem ^näropo^onnrunclinaeeris (Taf. VI. Fig. zi.) zeichnen lassen.

Betrachten wir die Treppengänge ohne Vorur-theil, bedenken wir ihre Entstehung aus Schrauben-gängen, ihr Vorkommen in solchen Trieben, die schonälter sind: so können wir uns des Gedankens nicht er-wehren, daß es verwachsene, veraltete Schrauben-gänge sind; eine Meinung, die fast über allen Zweifel