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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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160
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i6o Viert.Kap. Von denSchraubengängen

Schraubengänge nicht in allen Pflanzen vorhanden, undauch, wo sie zugegen, nicht in besonderer Menge vor-handen sind: so müsse man das Aufsteigen der Säftenicht auf die Schraubengänge einschränken. 47)

Mit vieler Sorgfalt stellte Cotta die gleichenVersuche an, 4«) und zog aus ihnen sehr fruchtbareFolgerungen. Rinde und Mark, also die zelligen Or-gane, nehmen niemals anders die farbigen Flüssigkei-ten auf, als wenn der Zweig schon verwelkt ist, wo idann ein mechanisches Durchschwitzen durch die Wände jder Zellen erfolgt. Nur das Holz, und zwar bald der ^ganze Holzkörper, bald mehr dir äußern Splintlagen, ^bald mehr die innern Schichten, nehmen die farbigeFlüssigkeit auf, und diese steigt zu allen Theilen in dieHöhe, welche Schraubengänge haben, also auch indie Blätter, selbst in deren Zellgewebe, in die Haare,in die Blüthen, die Defruchtungstheile und Früchte.

Es giebt auch eine horizontale Verbindung der aufstei-genden Kanäle; denn Zweige, in denen man auf ent-gegen gesetzter Seite so tiefe Kerbe gemacht, daß alleSchraubengänge durchschnitten waren, wurden in ih-rem obern Theile dennoch gefärbt.

Joh. Christ. Fried. Meyer machtebey denselben Versuchen sich den Einwurf, ob nicht die

Natur

47) Das. S. iyy.

4 t) Natur-Beobachtungen über die Bewegung und F«n-ction des Saftes in den Gewächsen. Weimar igoS. 4-4y) Naturgetreue Darstellung der Entwickelung, Ausbil-dung und des Wachsthums der Pflanzen. Leipj. igoz. 8.