176 Viert. Kap. Von den Schraubengängen
in dem Winden der Schlingpflanzen, in dem Standeder wechselnden Blätter, in den Windungen derKnos-penblätter darlegt, und deren Entstehung nicht ander-gedacht werden kann, als daß die senkrechte Linie,nach dem scheinbaren Gange der Sonne, immer abge-zogen von ihrer Bahn, dieselbe wieder betritt.
Die Schraubengange sind also der Ausdruck derslärkern Gegensatze in der Pflanze, wodurch höhereLebens-Verrichtungen und die Entwickelung elektrischerStoffe bewirkt werden. Keine Pflanze ohne Schrau-bengänge giebt Oele und hydrogemsche Stoffe. DieLycopodien bilden zuerst wachsartige Saamen ; die Zar-renkräuter, deren Schraubengange getrennt vom Zell-gewebe, mit den feinen Saftröhrcn in einer eigenenZellhaut eingeschlossen sind (Taf.lV.F. 18.) geben gerie-ben, einen eigenen Geruch, der bey dem t^olv^o-cliurn nursurn selbst aromatisch ist. Bey ihnen gehendieSchraubcngängc gerade auf die Saamcnhäufchen zu.
Nicht bloß in der Blüthe, sondern überall, wodie höhern Thätigkeiten erwachen, zeigt sich der Ge-gensatz der Spiralfascrn und des Zellgewebes sehr auf-fallend; so in dem Blattstiel der gefiederten Blatter,die da schlafen, die auf jeden Reiz ihre Lage verändernoder die selbst zucken, wie die des Heck/sarum AX"rans. Alle diese Blätter haben unten am Blattstieleinen Wulst von gedrängtem Zellgewebe, in welchemsich zahlreiche und äußerst feine Schraubengängeentwickeln.
Die Saftröhren in der Nähe der Schraubengän-ge bedürfen des Antriebes, den ihnen die erster» geben,
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