i8o Fünftes Kapitel.
bigen Flüssigkeiten aufnimmt, verleiten lassen, es füreinerley mit diesem zeitigen Netze zu halten. Alleindie aufmerksamere Beobachtung entscheidet gewiß da-gegen.
Freylich sind die Scheidewände des Zellgewebesin der Oberhaut anders gestaltet und haben andereRichtungen, als im Parenchym selbst. Die schläng-lichten Windungen, z. B. die die Scheidewände deSZellgewebes in der Oberhaut der Farrenkräuter ma-chen (Taf. VIll.Fig. zy.) sind in den darunter liegen-den Zellen nicht zu bemerken; aber die Einwirkung derLuft trägt gewiß das Meiste dazu bey, diese Verände-rung hervorzubringen. Darum ist auch Bernhar -di's Bemerkung ganz richtig, daß oft die Maschendes Zellgewebes in der Oberhaut vicreckt, die darun-ter gelegenen aber viel weiter und länger gedehntsind. Allein irre kann uns dies nicht machen, wennwir wissen, wie verschieden die Bildung der Maschendes Zellgewebes auf der obern und untern Fläche derBlätter sind.
§. 28.
Spaltöffnungen.
In der Mitte nun der Räume, welche die Schei-dewände einschließen, oder auch mit den letztem in Ver-bindung stehend, sind die merkwürdigen Organe, die wirSpaltöffnungen nennen, die man auch Haut-poren genannt hat.
85) A. a. L. S. 76.