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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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181
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Von der Oberhaut. H. 28. r8r

Daß es zuvörderst Oeffnungen sind, ist keinemZweifel unterworfen, obgleich man sie oft wie feineStriche, !oft selbst mit ausgeschwitzter Masse bedecktund verschlossen findet. Das Letztere ist der Fall beymNadelholz, wo sie gewöhnlich opak erscheinen. Kochtman aber, nach Link's Vorschlag,^) die Nadeln:so erscheinen die Spalten ganz offen. (Taf. I. Fig. 5.)

Gewöhnlich sind die Spalten von einer Einfas-sung umgeben, die aus einer körnigen Masse besteht,oder einen drüsenartigen Bau hat, und von gelblicheroder grauer Farbe ist. Nicht ringsum steht diese Ein-fassung, sondern oft nur auf beiden Seiten; oben aberund unten ist ein tiefer Kerb oder Einschnitt. (Taf.IX. Fig. 4z.) An diese Einfassung schließen sich ent-weder die Wände des Zellgewebes, oder sie gehen, wieoben bemerkt wurde, um sie herum, ohne sie zu be-rühren. (Taf. I. Fig. z. Taf. II. Fig. 8. Taf. VII.Fig. zz.) Man könnte diese Einfassung milden Schließ-muskeln der Oeffnungen des thierischen Körpers verglei-chen ; denn sie scheint den Durchmesser der Spalte zuerweitern und zu verengern; wenigstens sieht mandiese zu gewissen Zeiten, vorzüglich des Morgens, of-fener als zu andern.

Die Größe dieser Organe ist so verschieden, alsihre Menge. Auf den Blättern lilienartiger Pflanzensind sie so groß, daß man sie wie feine Pünktchen mitbloßen Augen erräth, noch deutlicher sieht man sie miteiner Loupe. Am kleinsten sind sie bey Eichen, Myr-

86) Nachtr. S. ZZ.