Von dsr Oberhaut. §. rF. i8z
hie die Oberhaut für sich gebildet hat. Kein MooSzeigt diese Organe auf den Blättern; aber Trevi»ranus hat kürzlich die wichtige Entdeckung gemacht,daß da, wo sich die Fruchtkapsel der Moose entwederin die Apophvse oder in den Kröpf verliert, die Ober«haut dergleichen Spaltöffnungen zeigt. Bey einigenArten von Lplaciinum beobachtete er sie, von strah-lenförmigen Zellen umgeben; bey Lryunr si/ri 5 oi mshingegen den Poren der übrigen Pflanzen ähnlich, dochso, daß sie eine ganze Zelle ausfüllten. Es istfreylich sonderbar, daß sie bey andern Moosen undan andern Stellen nicht vorkommen. Der Entdeckerglaubt, da das Zellgewebe in jenen Ansätzen der Kap-sel so sehr locker sey: so dienten diese Poren zur Ab-leitung der überflüssigen Feuchtigkeit. Allein wir wer-den in der Folge noch die Frage über die Bedeutungdieser Poren auswerfen; hier mag es hinreichen, dieVermuthung hinzuwerfen, ob nicht die Marksäule,welche sich durch die Apophyse durchzieht, die erstenSpuren der Schraubengänge enthalte?
Den Tangarten, den Najaden und überhauptden unter dem Wasser stehenden Pflanzen fehlen sie.Unter den unvollkommener» Gewachsen haben sie die
89) Bey dieser Gelegenheit muß ich erinnern, daß Arv«cker die großen Aushilungen auf der Rückseite derBlätter des Oleander mit Unrecht für Spaltiffnungen(Taf. II F. 7.) genommen hat Dies haben schonRudolphi und Link gegen ihn erinnert.
90) Beytr. zur Pflanzen »Phys. S. f. Taf. I- k- 9 -Laf. ll. F. n. »2.