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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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185
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Von der Oberhaut. §. 28.

ftn und häutige Blätter haben, auf der untern Fläche,ohne daß deßwegen das Zellgewebe der untern Seiteder Blätter lockerer wäre, wie Treviranus angiebt;^)denn ich habe es oft von noch festerem Bau auf deruntern als obern Seite gesehen. Nur auf der obernFläche der Blatter erscheinen die Poren bey Pflanzen,die auf dem Wasser schwimmen, die flach auf der Erdeliegen, und deren untere Fläche mit einem dichten Filzbedeckt ist. Beide Blaufischen enthalten Spaltöffnun-gen bey den meisten Monokotyledonen, als Scitami-nen, Gräsern, einigen Cyperoiden, Palmen, lilien-artigen Pflanzen und bey einigen Orchide» ; doch sindsie bey diesen , auch viel sparsamer auf der obern alsuntern Fläche. So haben die Blätter der weißen Lilieauf der obern Blattfläche 24, auf der untern 120 aufder Quadratlinie. Unter den Dikotyledonen findetdies Statt bey solchen, deren Blätter sehr saftig unddick, oder, wie Rudolphi richtig bemerkt, dieblaugrün sind, und die sich um andere Pflanzen schlin-gen, und endlich beym Nadelholz, welches die Palmender nördlichen Klimate darstellt.

Blätter, die ihrer Natur nach Spaltöffnungenhaben, verlieren dieselben auch nicht durch Krankheit,besonders durch das Bleichen, wie de Candollegeglaubt hat.

Außer den Blättern finden sich diese Organe auchin der Oberhaut der grünen Stengel der meisten Pflan-

92) A. a. O. S. 11.

93 ) A. a. O. C. 75.

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