rzv Fünftes Kapitel.
„gar keine." Von Nahrung wollen wir aber auchnickt reden; daß sie aber einsaugen, war doch durchBonnet' s Versuche so gut als erwiesen.
Weil vorurtheilsfreyer als Hedwig unter-suckte Schrank diese Organe. Er nennt sie cy-förmige Erweiterungen, weiche wie länglichte Luftbla-sen erscheinen. „Die gefäßähnlichen Schläuche des„Zellgewebes scheinen sich nicht in diese Bläschen zu er-„weiter«, sondern sich lediglich an ihren Apsiden zu„enden, oder, was eins ist, von ihnen ordentlich un-terbrochen, aber nicht verdrückt oder gespalten zu„werden." Er begreift sie unter dem Namen der Haut-drüsen, glaubt, daß sie die Stelle der Haare vertreten,und, wie diese, zur Einsaugung dienen. Seine Grün-de sind hauptsächlich: das Vorkommen dieser Organean haarlosen Pflanzen; ferner die Ausdünstung derPflanzen auf der der Sonne ausgesetzten, also derobern, Fläche; dann die allgemeine Aushauchung derBlätter, ohne doch überall dieseOeffnungen zu besitzen.
Dazukamen nun noch Senebier's Versu-che, ?) nach welchen das Aushauchen des Sauersroffzasund die Entwickelung der Luftblasen vorzugsweise ausden Rippen und Nerven der Blätter, weniger aber ausdem Parenchym, erfolgt; welches letztere doch dieSpaltöffnungen allein enthält. Aus diesen Gründenschloß Humboldt, daß diese Organe vorzugsweisezur Einsaugung dienen, zumahl die gebleichten Blair
6) Von den Nebengesäßen der Pflanze, S. 90. f.
7) LxperienOe» sur I'aenoi» 1a luwiers solLirs rlaas I»vvßvLLtioo, ,x. 72.