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Fünftes Kapitel.
die Aushauchung nicht durch die Poren geschehe. Da-gegen könnte man immer einwenden, daß, wenn mandiesen Organen das Geschäft der Ausdünstung zu-schreibt, damit noch nicht behauptet werde, daß sie ge-rade Sauerstoffgas aushauchen; es sind noch die wäs-serigen Dünste übrig, welche man von dieser Quelleherleiten könnte. Eben so würde noch zu erweisenseyn, ob die Spaltöffnungen nur Wasser oder vielmehrandere Luftstoffe einziehen und bereiten.
Treffliche Bemerkungen über diese Organe ver-danken wir 8 in k.") Er beobachtete schon ihr gleich-zeitiges Vorkommen mit den Schraubengängen, äu-ßerte seine Zweifel gegen die bloß einsaugende Wir-kung, weil viele Pflanzen sie nicht haben, die dochstark einsaugen. Eben so wenig dienen sie zur Aus-dünstung, weil die Blumen sie nicht besitzen, die dochbekanntlich sehr stark ausdünsten. Tropfbare Flüssigkei-ten nehmen sie nicht auf, weil Blätter, auf gefärbteFlüssigkeiten gelegt, in ihre Spaltöffnungen kein Pig-ment einziehen. Auch überzeugte sich Link, daß Blät-ter, deren beide Flächen nur gleich locker und zart sind,ohne daß die obere Spaltöffnungen hat, dennoch mitbeiden Flächen gleich viel tropfbare Flüssigkeiten einsau-gen. Daß in der Regel die obere Fläche weniger ein«saugt, ist Folge ihres firnißartigen Ueberzuges. Ebenso merkwürdig ist, daß diese Poren oft durch einenreifartigen Ueberzug, der stärkmehl- und wachsartig
ist,
ii) Grundl. S. ic>Z. f. Nachrr. S. ZZ. f.