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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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196
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196 Fünftes Kapitel.

Zuletzt bemerke ich noch: daß die von Mirbelneuerlich aufgestellte Meinung, als'seyen diese Porenbloße Resultate einer optischen Täuschung, sich leichtwiderlegen laßt. Er sagt: Was man als Oeff-

nung betrachte, sey nichts anders, als^ ei» sehr brei-tes und kurzes Haar, von einer ovalen oder rundlichenZelle umgeben, die man als Einfassung ansehe. Denndiese vorgebliche Oesfnung habe keine größere Durch-sichtigkeit, als die übrige Oberhaut. Um diese Be-hauptung sogleich zu widerlegen, werfe man nur einenBlick auf Taf. II. Fig. 8- und Taf. VII. Fig. z6.,und man wird sehen, wie viel Heller, als die übrigeOberhaut, und ganz farbelvs diese Ocffnungen erschei-nen. Die Täuschung, sagt er ferner, entstehe daher,daß man die Oberhaut senkrecht betrachte, wo dannbloß die Umkreise der Zellen und der Haare erscheinen;aber man stelle nur das Object schief, und man wirdnie auch die geringste Rauhigkeit, geschweige dennein breites und dickes Haar an der Oberhaut entdecken.Er habe, sagt er endlich, in derLtnch/g i-«ota ähn-liche concentrische Kreise in der Oberhaut gesehn, wo-von der innere einer Spaltöffnung ähnlich sey. Beygenauerer Ansicht aber habe er bemerkt, daß es zweyüber einander stehende Zellen seyen, wovon die ober-ste sich in ein kegelförmiges Haar verlängere. Ichhabe in diesem Augenblick die Oberhaut derselbenPflanze vor mir, und sehe deutlich ovale Oeffnunzen,die aber so klein, sind, daß der Querdurchmesser kaum

iz) um». v»r. vol. XV. p 218-