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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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198
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Fünftes Kapitel.

Spitze Tröpfchen eigenthümlicher Flüssigkeit haben,aus der Corollc der ätujikckia re^Iiontn Inec^u.(Taf. V. Fig. 24.) abgebildet. Merkwürdig sindauch die Haare des ^stk-a^alus ^iI:)8ocl68, t'.ilo.i-rn8 und mg3si1i6N8i8, die de Candolle abgebil-det; '^) sie sitzen in der Mitte auf, und stehn an bei-den Enden ab. Mehrere Abarten dieser Formen be-schrieb schon Guettard"', ».späterhin Schrank.'^)Fast die zartesten Haare kommen an den feinenWurzelfasern vor. Sie sind zwar Taf. X. Fig. 52.beym keimenden Weizenkorn angegeben; aber in derRegel lassen sie sich nur dann erkennen, wenn der Saa-me auf der Oberfläche der Erde, (wie kakluk im Win-ter in Kasten gesaet wird) oder im Wasser keimt, wodie Oberfläche der Fasern mit den feinsten wolligenHärchen bedeckt ist. Fast eben so zarte Haare erschei-nen auf der weiblichen Narbe, wie Taf. VI. Fig. zo.von der Lsrlaern iVInirgIig8 dargestellt ist.

Das Vorkommen der Haare ist verschieden unterverschiedenen Umstanden. Im Ganzen sind jüngerePflanzen haariger, als ältere: Stecklinge, die unterGlasglocken gehalten und also isolirt werden, bekom-men mehr Haare. Fast alle junge Blätter, die ausden Knospen hervor brechen, ( besonders bei den Wei-den und Pappeln) sind zottig oder mit Seidenhaarenbedeckt; sie werden erst glatt, wenn sie ihr vollkomme-mes Wachlhum erreicht haben. Fast überall, wo viel

>4) Xstrsgalolo-ia, p. IZ. tab. 48. s.

>5) Hle'm. tls I'scscl. üe 1745. p. Z8I- yl. 7.

16) Von den Nehengcsäßcn der Pflanzen. Halle, 1794. 8.