Von der Oberhaut. §>. zol ' 199
Trieb der Säfte ist und die Theile mehr zusammen ge-drängt sind, erscheinen Haare, wie Taf. VI. Fig. zr,7 . von den Knoten des VnelropoAon nrnnckinn-eeus 8 elrrncl. gezeigt ist. Daher sind die Knos-pen fast immer mit Wolle angefüllt, in welcher diekünftigen Blatter eingewickelt liegen.
Wahrscheinlich aus dieser Ursach findet man ge-wöhnlich, daß Pflanzen in magerem, trockncm, ge-birgigem Lande haariger sind, als wenn sie in Gärten,in feuchtem, fruchtbarem Erdreich gezogen werden.Ist der Aussage S. G. Gmelin's zu trauen: sosind die Pflanzen in Ghilan und dem nördlichen. Persicnüberhaupt viel haariger, wolliger und filziger, alsanderswo. '?) So wird fast allgemein bemerkt, daßAlpen - und Gebirgspflanzen ihre Haare in Gärtenverlieren. Vom Feldqucndel (1Iivmu8kennt man eine Abart, die durchaus rauh ist, wennsie auf sehr dürrem Sandboden steht. Das Vnsei^i-ilum ^r utlreiiieum unserer Waldungen sehe ich sei-ner Haare fast beraubt, wenn es auf feuchten Nach-wiesen vorkommt. Smith hat die Arten vontlrn nach der haarigen oder glatten Oberfläche derKelche und der Blüthcnstiele abzutheilen versucht; aberdie Unterschiede sind nicht so wesentlich und standhaft,wie man besonders an der lVIentlin nivensis sehenkann.
Es ist ferner nicht ungewöhnlich, an der Spitzeder Haare Tröpfchen Flüssigkeit zu finden, die entwc-