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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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200
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2os Fünftes Kapitel.

der eigenthümlicher Pflanzensaft ist, wie das Oehl anden Haaren des Hisraeinm nm^lexlcaule, dervi5cos3, der orieridalis,

der Toback-Arten, der Kampfer an den Haaren desHibigLus H-trelmoscliUZ, die rothen Tröpfchen anden Haaren der Blüthe von Ltn^elia rs^lioata,Taf. V. Fjg. 24. Ober es ist der rohe aufsteigendePflanzensaft, wie man Taf. VI. Fjg. zi. sieht. Of-fenbar sondern die Haare der weiblichen Narbe daSOehl ab, welches zur Aufnahme des Pollens bestimmtist. (Taf. VI. Fig. zo.) Dazu kommt, daß Cl.Bjerkander deutlich bemerkt hat, wie Pflanzen,die unter Glasglocken gehalten wurden, aus ihrenHaaren die Saftlröpfche» ausschieden, welches manbey jedem Steckling beobachten kann. '^) Auch pfle-gen Pflanzen, die in freyer Luft stark getrieben wer-den, den Uebcrfluß des Nahrungssafts allemahl ausden Haaren auszuleeren. Die Nesselhaare verursa«chen dadurch das heftige Brennen in der Haut undselbst Entzündung, weil aus ihren steifen Haaren eineatzende Flüssigkeit, die noch nicht näher untersucht ist,ausströmt, und als Gift auf die organischen Theilewirkt. Daher richtet sich der Grad des Brennensnicht nach der Länge oder der Sreifigkeit der Haare,sondern nach dem Grade der ätzenden Beschaffenheit.Tiitica und lzucciiera verursachen

heftigere und schmerzhaftere Entzündungen, als HurL!N8; und die letztere brennt, während sie blüht,

18) Schweb. Abhandl. 177Z. S. 6 z. f.