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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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Von der Oberhaut. H. zo.

weniger als sonst, weil die eigenthümlichen ätzendenSafre in die Blüthe übergehen. Endlich findet man,daß die Haare bey solchen Pflanzen am häufigsten sind,die weniger Spaltöffnungen haben, und daß glatte un-behaarte Theile vorzüglich mit Poren versehen sind.Daher scheint die Funktion der letzter» der Verrichtungder Haare entgegen gesetzt zu seyn.

Dies sind die Gründe, welche mich früherhin undnoch itzt zu der Ueberzeugung führen, daß wenigstensviele Haare zur Aussonderung bestimmt sind.

Dagegen kann man nun einwenden, daß auch dieEinsaugung ihnen nicht abgesprochen werden dürfe.An den Wurzeln zuvörderst ist es offenbar, daß sie dieEinsaugung der Crdfeuchtigkcit bewirken. Sie bringenhier die angesogene Flüssigkeit unmittelbar ins Zellge-webe, und von da geht diese in die gestreckten Zellenüber. Malpighi , der die Haare an den Wurzel-fasern sehr gut bemerkte und abbildete, giebt ihnenschon, obgleich etwas zweifelhaft, diesen Zweck;denn an einem andern Orte macht er es sehr wahr-scheinlich, daß sie, als Fortsetzungen derQueerschlauchedes Zellgewebes, zur Aussonderung der überflüssigenFeuchtigkeiten bestimmt seyen. Eben so bleibt d uHamcl unentschlossen, welche von beiden Verrichtun-gen er den Haaren zuschreiben soll: daß eigenthümlicheFlüssigkeiten durch die Haare ausgeschieden werden,sey unläugbar; aber eben so gewiß, daß die untere

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