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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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205
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2OZ

Von der Oberhaut. §. zi.

in den Knospen bedenkt, wo sie offenbar den jungenTrieb, diesen Schützling der Natur, vor dem Winter«froft bewahren.

§. Zt.

Stacheln und Dornen.

Zu den sogenannten Waffen der Pflanzen rech-net man die spitzigen, stechenden Fortsätze de6 Holzkör-pers oder derRinde, welche man Dornen (L^iriae)oder Stacheln (^.errlai) zu nennen pflegt. Beidesind wesentlich von einander verschieden, indem jenesich nicht mit der Rinde abbrechen lassen, sondern indas Holz selbst übergehen, dessen Zusammensetzungsehr deutlich auch in ihnen wahrzunehmen ist, wennman sie frisch an der falschen Acacie und derEleditschia untersucht. Die Stacheln aber hangenbloß mit der Rinde zusammen, und lassen sich deßwe-gen leicht absondern; in der Folge des Wachsthumsvertrocknen beide, und die Stacheln sondern sich beyeinigen Rosen (ko8a klawäa ^ir., lueiäa Lsirk.)am ältern Stamme ab, der deßwegen glatt und un«bewaffnet erscheint, wahrend die jungen Triebe mitStacheln dicht besetzt sind.

Beide Formen kommen fast an allen Theilen derPflanzen, am Stamme, den Blättern, dem Kelche,dem Pistill und der Frucht vor. Nur die Corolle macht,wegen ihres zartern Baues, eine Ausnahme.

Schon Malpighi bemerkte, daß die Dornenund Stacheln einen gleichen Ursprung haben, als dieHaare, und daß sie in der ersten Jugend wirklich nichts