206 Fünftes Kapitel.
anders seyn. Betrachtet man die jungen Triebe derAcacien und Gleditschien, noch mehr die dornigenCactus-Arten: so wird man bemerken, daß die nach-herigen Dornen ursprünglich nichts alsHaare oder feineFortsetzungen der Oberhaut von krautartigerWeichheilsind. Verschiedene Rosen (kosa lrieicln Lkirst.,cnrolinu, pai-vi/lorL Llirli.) haben unter denBlattansätzen Stacheln, die in der Jugend feine Bor-sten oder steife Haare waren. Dieß hat Guettard,wenigstens beym Cactus, bemerkt.
Grc w unterschied schon sehr richtig die Dornenvon den Stacheln in Rücksicht ihres Ursprungs ausdem Holz oder der Rinde. Zu den Dornen rechneteer auch die an dem Umfang der Blatter vorkommen-den , da sich die Nerven und Rippen des Blatts in siefortsetzen. Von der Knospe sey der Dorn darin ver-schieden , daß jene aus dem Innern des Holzkopers,zunächst dem Marke, dieser aus dem äußern Umfang,der weniger fruchtbar sey, entstehe; der Dorn sey alsdie rnoln einer Knospe anzusehen.
Wenn also auch die Dornen trocken und unbelebterscheinen: so sind sie es doch nicht von Ansang gewe-sen, und man kann die Spuren der vertrocknetenSchraubengänge und anderer Kanäle recht gut noch inihnen nachweisen. Daher gehen auch die ächten Dor-nen in einer schiefen Richtung aufwärts am Stamm,nach Art der Aefte; obgleich (beyLarleria^rioiütis,
27) Llvm. Ue 1'scLli, <iei?.^. p. 6g/.
sg) d., c. z?. ZZ.