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Sechstes Kapitel.
und durch die große Neigung zur faulichten Verderb-niß als stickstoffhaltig. Wir haben demnach in demrohen Pfianzensaft Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlen-stoff und Stickstoff, als letzte Bestandtheile, unterwelchen die drey erstem in einiger Verbindung beson-ders vorherrschen.
§- Z7-
Dom Schleim, Gummi und Stärkmehl.
Der zweyte, sehr allgemeine nähere Bestandtheil,der, wie die übrigen, aus dem rohen Pfianzensaft ab-gesetzt wird, ist der Schleim: eine etwas zähe, ge«schmack- und geruchlose Flüssigkeit, die sich wohl imWasser, aber nicht im Weingeist aufloht, und dic Och-le mit dem Wasser mischbar macht. An der Luft, undbeym Zutritt von Sauerstoff gerinnt er und verhärtetsich; aber weder in der Hitze, wie der Eyweißstoff,noch in der Kälte, wie die Gallerte, nimmt er einefeste Consistenz an. Ist der Schleim ganz rein, sogeht er nicht in die saure Gährung über; aber in ge-raumer Zeit verändert sich doch seine Grundmischungso , daß er einer Art von faulichter Verderbniß unter-worfen ist. Bey trockner Destillation erhalt man ausdem Schleim sehr wenig brenzliches Oehl, aber vielso genannte brcnzliche Schleimsäure, aus welcher durchfestes Laugensalz, flüchtiges entbunden wird. MitSalpetersäure behandelt giebt der Schleim ^Sauer-klee - und Milchzuckersäure. Wenn man trocknenSchleim verbrennt: so entwickelt sich gekohltes Wasser-stoffgas, und der Rückstand in der Kohle enthält etwas