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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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Sechstes Kapircl.

Gummi; auch ist dasselbe, >im Wasser aufgelößt,nicht zu der Zersetzung geneigt, die der Schleim erlei-det, indem er in eine Art von Fäulniß übergeht. Da-gegen enthält das Gummi weit mehr Kalkerde mit Es-sig-, Apfel - oder anderer Pflanzensäure verbunden.

Der Schleim also, wie wir in den Pflanzensäf-ten so reichlich finden, enthält dieselben Urstoffe, alsder rohe Pflanzensaft, nur in andern Verhältnissen:Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff.Der letztere ist schon mit dem Wasserstoff zum Laugen-salz zusammen getreten. Der Sauerstoff sticht mehrhervor, und bildet Sauren. Endlich scheint selbst dieKalkecde, wie wir in der Folge noch näher sehen wer-den, nichts anders, als Produkt der Verbindung desStickstoffs mit Schleim zu seyn.

Eine besondere Abänderung deS Pflanzenschleimsist das Stärkmehl, welches wir in mehlichtenFrüchten, Knollen und Wurzeln gar häufig finden. Die-se Substanz unterscheidet sich durch ihr körniges, trock-nes, fast krystallinisches Gewebe, und wir bemerkensie in diesen Körnern als Niederschlag im Zellgewebe.Sie löset sich weder im kalten Wasser, noch im Wein-geist auf; mit kochendem Wasser bildet sie einen gal-lertartigen Brey. Mit Galläpfeltinktur behandelt,treten dicke weiße Flocken an die Oberfläche. Derwarmen Luft ausgesetzt, wird dieser Brey sauer undüberzieht sich mit Schimmel, wodurch sich das Stärk- .mehl hauptsächlich vom reinen Schleim unterscheidet.Es hat also weder den offenbaren Antheil am Stickstoff,den wir im Schleime finden, noch die Menge Phosphor-