2Z4 Sechstes Kapitel.
zen ( 8nponaria olkeinalis: O^sopliils 8tku-rliium) gezogen, die selten Oehle mit Wasser ver-bindet, und die Flecken aus Leinwand und Wolle weg-nimmt. Allein dies letztere sind Eigenschaften, dieder Extraktivstoff nur unter gewissen Umständen zeigt.Eben so wenig kann man mit Vauquelin allgemeinannehmen, daß essigsaure Salze den wesentlichen Be-standtheil des Extraktivstoffs ausmachen, weil er Es-sigsaure bey der Gährung liefert. Denn diese ist, wiewir vorher bemerkten, (§, z6.) immer nur Produkt,nie Educt der Pflanzensäfte, und es werden allePflan-zensäuren in sie verwandelt.
Aber das färbende Wesen in den Pflanzen istzum Theil Extraktivstoff, entweder von Natur schonoxydirt, oder so stark carbonisirt und hydrogenisirt,daß er den Sauerstoff sehr mächtig anzieht, und sichbesonders mit metallischen Salzen sehr innig verbindet.In dem ersten Fall befindet sich der Lackmus, in denman die zu färbenden Tücher erst eintaucht, sie abernachher über Kufen, worin sich Urin und Kalk befin-den, ausbreitet, die erste Farbe wieder durch Wasserausziehn läßt, und dann mit dem blauen Safte färbt.Aber dies sind auch die Färbeftoffe der Lichenen, dieOrseille und Persio liefern, und daher immer mit al-tem Urin und Kalk behandelt werden. Sehr stark ge-kohlt scheint der Krapp zu seyn, der daher zur schön-sten Lackfarbe mit Alaun wird. Eben das gilt vomKampeschenholz, von der Alkanna, von dem Safteder kk^tolaeea u. s. f. Reich an Wasser - und Koh-lenstoff ist auch das Fernambuk - und Sappanholz,