V. d. Mischungs-Verhältn.d. Pflanzen. §.40. rzz
welches mit salpetersaurem Zinn und Alaun dauerhaf-te Farben giebt. Eden so die Curcume, der Wau,die Scharte, das Saftgrün (aus den Beeren beSI^kklmnus intvLtorrus,) welcher mit Alaun zumSchükkyelb wrrd; das Gummigurte u. s. f.
In einer der neuesten Abhandlungen des verdien-ten Weftring finde jch einen Gedanken, der ganzhicher gehört. Die rothe Farbe, sagt er, spr-.cht fürSauerstoff; denn Wasserstoff könnte man als Grund-lage der blauen, und Stickstoff als Grundlage der gel-ben und grünen Farbe ansetzn. Darum muß mansich nicht wundern, wenn Fourcroy und Dauque-lin in dem Färbestoff vieler Pflanzen eine thierischeMaterie finden, die an Gerbestoff gebunden ist. 47)Außer dem Extracllvstoff bestehn die Pflanzen,Pigmente aus Stärkmehl, welches besonders im Jndj,go den Hauptbestandkheil ausmacht; denn erst, nach-dem man aus dem Indigo mit Wasser und Weingeistden Extraktivstoff ausgezogen, erhält man das schön-ste Pigment, welches unauflöslich in beiden ist. Diebekanntlich stark auflösende Wirkung, welche die Säu-ren auf das Stärkmehl beweisen, zeigt sich auch beydiesem Färbestoff; denn schon P i rn er 4«) bemerkte,daß die Schwefelsaure die f rbende Kraft des Jndigo'sungemein verstärke. Die Schwefelsäure bewirkt näm-lich eine lebhaftere Ausscheidung der Kohle aus deinStärkmehl, und feinere Zertheilung des letzter«. Wo
46) 8vea,k. scrä. lirncll. i8»4- p- 2H-
47) Xanri. äu mu». voi. XV. p. 7g. KZ,
yk) Versuche zur Färbekunst, S. Z7Z.