Sechstes Aapitel.
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das Stärkmehl den Hauptbestandtheil des Pigmentsausmacht, da muß erst Gährung vorher gehn, ehesich das letztere ausscheiden kann, und diese Gährungnimmt etwas an der faulichten Natur Theil, wie Je-dermann an den Waidküpen bemerken kann. Dies wür-de nicht geschehn, wenn der Waid-Färbeftoff, wie einigesagen, bloß harziger Extractivftoff wäre. Selbst diePersio - Farbe und Orseille enthalten wahrscheinlichStärkmehl nebst Eyweißstoff, weil, ehe noch Urin undLaugen zugethan werden, die Mischung mit Wasser infaulichte Gährung geräth.
Offenbar harziger Natur sind wiederum manchePigmente, weil sie sich nicht in Wasser, wohl aber inWeingeist vollkommen auflösen, wie der Färbestoffaus den Blüthen des Safflors, den man erst mit 8au-gensalz behandelt, um ihn im Wasser auflöslich zu ma-chen, und ihn dann mit Citronensaft versetzt. Ebenso wird die Färber-Geniste erst in einer scharfen Lau-ge gekocht, und nachher etwas Alaun zugethan, wennman eine schöne gelbe Farbe erhalten will. Auch derOrleans ist, nach John's neuern Untersuchungen^)größtenthcils harziger Natur; es ist mit dem Harzenoch ein anderer, wahrscheinlich alkalischer, Bestand-theil verbunden, der dem Wasser Geruch und Farbedes Orleans mittheilt. Bey der Destillation bildet sichAmmonium, Blausäure und Kali, woraus die Aehn-lichkeit dieses, wie anderer, Pigmente mit den thieri-schen Stoffen erhellt.
4§) <ier LsrI. Osselllcii. »srur5, kreumis. L. III.
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