V. d. MischungörBerhaltn.d. Pflanzen. §.42. 2Z7
: Daß der Färbestoff von sehr fester und zum Theil
feuerbeständiger Natur ist, erhellt daraus, weil er indie Asche, in die Lauge der Pflanzen und sogar in dasGlas übergeht, was aus der Asche bereitet worden.Wenigstens ist dies von dem schwarzfärdenden Wesenim Stamme der Kastanien erwiesen.
Harziger Natur scheint der grüne Färbestoff zuseyn, der die Oberfläche der meisten Gewächse, aucheiniger unvollkommenen überzieht, und dessen ersteSpuren sich in den spiralförmigen Linien zeigt, die daskörnige Wesen der Conferven bildet. Es löset sich die,ser Färbestoff vollkommen in Weingeist auf, und seineEntstehung kann nur durch den Einfluß des Sonnen-lichts erklärt werden, welches durch Anziehung desSauerstoffs den Kohlen - und Wasserstoff fixirt.
Indessen schlägt doch das Wasser diesen Färbestoff,den Pr 0 ust unter dem Namen Satzmehl (kecule)trefflich untersucht hat,'°) aus seiner Auflösung inWeingeist nicht nieder. Mit Wasser vermischt, stößtdies Satzmehl in der Sommerwarme einen häßlichenhepatischen Gestank aus, und Proust glaubt, daßauch der unangenehme Geruch, den man beym Flachs-und Hanfrösten bemerkt, dem Faulen des SatzmehlSzuzuschreiben ist. Vom Eyweiß unterscheidet sich daSSatzmehl dennoch dadurch, daß es die blauen Pflan-zensäfte nicht grün, sondern zum Theil roth färbt.Schwache Salpetersäure entwickelt aus dem grünenSatzmehl eine Menge Stickgas. Es ist demnach eiste
50) HerbmstädtS Archiv, IV- S. 146—164.