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240 Sektes Kapitel.
§. 42.
Von den fttten Oehlen und dem Wachs.
Wie man die Verwandtschaft undUebergänge dervorher aufgeführten Stoffe nachweisen kann, so giltdies ebenfalls von den fetten oder fixen Oehlen,die, als eigenthümliche, zubereitete Säfte in vie-len Theilen der Gewächse, besonders im Cyweiß undden Kotyledonen der Saamen , vorkommen. Wir nen-nen aber fettes Oehl eine geschmack- und geruchlose,also milde, Flüssigkeit von stärkerm Zusammenhangeund gewöhnlich geringerer Schwere als Wasser, mitwelchem sie sich nicht anders, als durch Dazwischen-kunft von Schleim oder Zucker mischen läßt, die an derFlamme mit Rauch und Ruß verbrennt, eine bedeu-tende Menge Kohle zurück läßt, auf Papier getröpfelteinen Fleck hervor bringt, und an der Luft mit derZeit einen unangenehmen Geruch und Geschmack an-nimmt, den man ranzig zu nennen pflegt. Dies ge-schieht um so mehr, je mehr schleimichte Theile mitdem Oehl verbunden sind. In Alkohol lösen sich diefetten Ohle bald mehr bald weniger auf; ersteres amehesten, wenn der Weingeist erhitzt wird. Alle Oehledieser Art gehen mit den Laugensalzen eine innige Ver-bindung ein, die im Wasser auflöslich und unter demNamen Seife bekannt ist. In kühlerer Temperaturgerinnen viele Oehle. Die Mineralsäuren zersetzen sieund werden durch sie verändert: sie entziehn nämlichjenen den Sauerstoff, machen aus der Schwefel-schweflige Saure, und gehen selbst in die Natur derHarze über.
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