Vond. Mischungs-Verhältn. d. Pflanz en. H.4Z. 24z
lichkeit in Weingeist auszeichnet. Es brennt ohne Rauchund Ruß, hinterläßt auf Papier getröpfelt, keinenbleibenden Fleck, geht auch zum Theil in Wasser über,dem es seinen eigenthümlichen Geruch und eine mil-chichte Farbe mittheilt. Den Mineralsauren entziehendie ätherischen Oehle den Sauerstoff und werden zuHarzen. Dem ungeachtet scheint etwas Sauerstoff mitin die Mischung der ätherischen Oehle einzugehen; dennsie färben die blauen Pflanzensäfte roth, und Baum-öhl giebt mit Schwefelsäure destillirt, ätherisches Oehl.Die Hauptsache aber ist der Ueberschuß an Wasserstoffüber den Kohlenstoff, wodurch sich die ätherischen vonden milden Oehlen unterscheiden; dadurch erhalten sieihre Flüchtigkeit, leichtere Verbrennlichkeit, den Man-gel an Ruß nach dem Verbrennen und vorzüglich denstarken Geruch. Daher schreibt man nicht ohne Grundden Geruch der Blüthen und anderer Pflanzentheileentweder dem ätherischen Oehle, oder einer ähnlichenVerbindung von Wasser - und Kohlenstoff zu.
Mit Ausschluß der Kotyledonen und des Eyweißesder Saamen , die niemals ätherisches Oehl enthal-ten, ") findet sich dasselbe fast in allen Theilen der Ge-wächse; doch vorzugsweise in den Schaalen der Saa-men und Früchte, besonders der Umbellatcn, wo esmehrentheils in fünf länglichten Gängen unter oderzwischen den Rippen enthalten ist.
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54) In den Muskatnüssen ist es doch nur die feine Haut/welche die Hihlungen des Cywejßes umkleidet, inder dies Oehl enthalte» ist.