Von d. MischungS-Verhältn. d. Pflanzen. H.46. rzr
der Dammerde, welcher sich, nach Einh 0 fs trefflichenUntersuchungen, vollkommen in kohlensaurem Was-ser auflöset und damit eine braune Flüssigkeit bildet,die auf Ackerfurchen, nach einem starken Regen, sichbald mit einem Hautchen überzieht, welches wohl vondem schillernden Häutchen des Wassers in eisenschüssi-gem Boden zu unterscheiden ist. Jenes rührt von demUebcrschuß der nicht völlig ausgelösten Extractivtheileher, die an die Oberfläche treten. Durch diese Ein-wirkung des Sauerstoffs auf den Kohlenstoff der Damm-erde, durch die unaufhörliche Erzeugung der Kohlen-säure , wird der Gehalt an Kohlenstoff in der Damm-erde verzehrt, und diese selbst vermindert oder wenig-stens unfruchtbar. Daher machte schon der ältereSaussure die treffliche Bemerkung: daß auf den
Aeckern um Mailand und Turin , die wenigstens seitdrittehalb Jahrtausenden bebaut worden sind, dennochdie schwarze Erdkrume nur eine Liefe von einem Schuhhat. Ihrer alljährlichen Zunahme durch das Verwesender Pflanzen und Thiere steht immer eben so sehr dieVerminderung des Extraktivstoffs durch Einwirkung desSauerstoffs entgegen; daher bebauteAecker nothwendigfremder Zusätze von Extractivstoff aus Dünger bedür-fen , um nicht endlich ausgehungert zu werden.
57) Hermbstädts Archiv sürdieAgricultur-Chcmie.lV.2 ' 0 .
z,v) rlsns le; slpe,, §, izig.
59 ) Daß der Kohlenstoff des Bodens nicht anders als inDerbindung des Sauerstoffs in kohlensauren Stoffenvon den Pstanzcn aufgenommen werden kann, hatSen edier umständlich erwiesen- (kli)-riol. vegsr.