Von d.Mischungs-Verhältn.d. Pflanzen. §.46. -zz
schattete Ackerflächen fruchtbarer, weil die mit kohlen«saurem Gas geschwängerte Luftschicht nicht so leichUentweichen kann. Daher die Hackfrüchte, Kartoffeln,rothe Rüben, selbstKarten und Kümmel, für die Frucht«barkeit des Bodens sehr Vortheilhaft sind; daher da-Sommcrgetraide nicht besser geräth als mit und nachHülscnfrüchten gcsäct; daher der Nutzen der saftigenStoppel und des Spörks.
Wie nothwendig der Stickstoff zur Erzeugung derfruchtbaren Kohlensäure ist, das erhellt auch aus demwohlthätigen Einfluß unserer Lchmwände auf den ma-gern Humus unserer Accker. Bekanntlich erzeugt sichin den Lehmwänden, durch den Zutritt des Sauerstoffszu dem Stickstoff des Thons, der Salpeter; so wiederselbe auf Kirchhöfen noch reichlicher aus deinStickstoff der verweseten Leichname gebildet wird.Man hat besonders bemerkt, daß nach Gewittern derSalpeter am häufigsten an den Lehm - und Kirchhofs-wändcn ausschlägt, wahrscheinlich weil bey den Ex-plosionen der Luft- Elektrizität die beiden Wasserfor-men frey werden und der Wasserstoff sowohl als derSauerstoff der Luft an den Stickstoff des Thons tritt.Jener bildet damit das Kali des Salpeters, dessenvorher vielleicht nicht der achte Theil in dem Thonwar; und der Sauerstoff erzeugt mit dem Stickstoff
§1) In der Moldau und Wallachey, wo man nie düngt,bestellt man Aecker , die zum ersten Mahl tragen, mitKohl und Gurken. Lhvm. Th ernten sagt: sie ziehendie vielen Salztheile aus dem Boden. Aber besser er-klärt wird es.'auf die loben angegebene Art.