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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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265
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V. d. Mischungs-Verhaltn.d. Pflanzen. 5 .49. z5z

schehn müßte. Allein dies ist ungegründet, und kannmit den genauen Analysen von Gay - Lussac undThcnard nicht besteh». Vielmehr bewirkt bloß dieSchwefelsäure jene Umwandlung durch Verbrennen undVerkohlen, und es spricht also dieser Uebergang viel-mehr für größcrn Reichthum an Kohlenstoff in der neuentstandenen Essigsäure., als für ihren Hähern Gradvon Oxydation.

Noch mehr wird diese Theorie der Essigsäure be-stätigt, durch die Erzeugung derselben aus der Gäh-rung zuckerhaltiger Stoffe, der Pflanzcnschleime undanderer Substanzen. Durch Anziehung des Sauer-stoffs aus der Atmosphäre und durch Verbindung derSäure im Schleim mit dem Wasserstoff tcö Alkoholsverliert dieser seine Natur, indem Kohlenstoff zur Es-sigmutter nieder geschlagen und Stickstoff, als Kahn,sublimirt wird.

Uebrigens ist die branstige Schleim säure, sonstfür eigenthümlich gehalten, nichts anders als Essig-säure mit »»zerlegter Kohle und Oehl verbunden.

Die B e n z 0 e sau r e ist zwar kein allgemeinerBestandtheil der Pflanzensäfte, und die Verhältnisseihrer Urstoffe sind noch nicht genau bestimmt. Indes-sen gränzt sie aller Wahrscheinlichkeit nach, in Rück-sicht auf ihren Reichthum an Wasserstoff an die Essig-säure , so wie sie sich durch den Kohlenstoff der Gall-äpfclsäure nähert, deren Geruch auch mit dem ihrigenübereinstimmt. Sie findet sich in den natürlichen Bal-samen und dem Bcnzceharz. Sie entzündet sich ander Flamme, löset sich in Weingeist vollkommen auf,