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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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279
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Von d. MischungS-Vcchältn. d. Pflanzen. §.52. 279

die Asche der Pflanzen desto weniger Kieselerde ent-halt, je weniger davon im Boden ist. Im Gra-nitgebirge des Breven fand Saussure 7z TheileKiesel, in der Asche der darauf gewachsenen Fich-ten iz bis i4Theile; indem Kalkgebirge de la Sallezc> Theile, und in den darauf gewachsenen Fichten 5bis 6 Theile; in dem Kalkgebirge Reeuley gar keineKieselerde, sondern y8 Theile Kalk, auch in den Pflan-zen keine, oder nur ein Hunderttheilchen Kieselerde;dagegen enthielt die Pflanzenerde zwischen den Gewäch-sen auf dem reinen Kalkgebirge iz, bis 14 TheileKie-selerde. Daraus ergiebt sich meines Trachtens, daß derKiesel sich doch in der Pflanzen-Substanz selbst bildet,obgleich in letzterm Falle erst nachdem die Pflanze an-gefangen zu verwesen.

Sollte jemals, wie selbst Saussure glaubt,die Kieselerde aus dem Boden in die Pflanzen über-gehen, so müßte sie aufgelößt seyn. Nun aber löset siesich bekanntlich in nichts anderm als in Alkalien, undzwar bey der Glühehitze, auf. Es ist also unmöglich,daß sie auf diese Art in die Pflanzen kommen kann.?)

So weit wir itzt die Kieselreihe kennen, ist ihreZusammensetzung aus Kohlenstoff höchst wahrschein-lich: der ganz verbrennliche Diamant besteht vermuth-lich bloß aus Kohlen - und Wasserstoff. Warum sol-

Z) Nur in den heißen Quellen aufJsland findet man Kie-selerde aufgelößt. (Klaproth's Beytr. zur chem.Kenntniß der Nineralk. D. li- S. 99.)

4) Steffens Beyträge j»r innren Naturg. der Erde,

S. 5».