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Siebentes Kapitel.
der ersetzt wird. Das Wachsthum und die Wieder-rrzcugung, als niedere Aeußerungen des Lebens, dasie von der Verähnlichung ausgchn, werden aber inhöhern Organismen durch das sensorielle Leben be-schränkt ; denn dieses beherrscht, als die höchste Ver-richtung, den ganzen Organismus; daher die Wieder-erzeugung im umgekehrten Verhältniß zur Empfindlich-keit steht, und die Thiere ihre Verlornen Theile um soeher wieder erzeugen, je weniger Gehirn sie haben.
Da nun in den Pflanzen kein sensorielles Lebenherrscht, und höchstens bey der Begattung der orga-nische Sinn erwacht: so wird ihr Wachsthum und ihreKraft, verlerne Theile wieder zu ersetzen, von dieserSeite durch nichts beschrankt; auch ist der Typus ihrerBildung einförmiger und kann also auch weniger Grän-zen der nach außen strebenden Kraft setzen. Pflanzenwachsen also im Verhältniß viel schneller als Thiere,und ihre Theile werden leichter wieder erzeugt. Wogiebt es in der ganzen thierischen Natur ein ähnliche-Beyspiel von Wachsthum, als uns der Ricinus dar-bietet: er, der in drey Monaten oft eine Höhe von16 bis i8 Fuß erreicht? Welche Thiere, die Zoophytenausgenommen, lassen sich in so viele Individuen tren-nen, als ein Baum oder Strauch? Dies ist aber ebenFolge der geringern Individualität der Pflanzen, in-dem sie nicht so, wie höhere Thiere, ein geschlossene-Ganze bilden.
Es haben viele Naturforscher die verähnlichendeKraft der Pflanzen zwar geahnt, aber sich doch nichterklären können, wir eine und dieselbe Flüssigkeit koh-