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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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287
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Erscheinungen d.PflanzcnlebenS. H.Z4. 287

lensaurcs Wasser, in so verschiedene Stoffe verwandeltwerden könne. Auch haben sich ihnen manche gegen«scitige Erfahrungen aufgedrungen, die den Ueberganggewisser Substanzen aus den Erdfeuchtigkciten in dieSafte der Pflanzen anzuzeigen schienen. Man weiß,wie der Geschmack des Erdreichs den Pflanzen anhangt,wie der Kohl und Spinat, auf Schweinemift gewach-sen, beissig schmeckt, wie man durch Kamfergeist dieBlatter der Pflanzen, die man hinein taucht, ganzdurchräuchern kann. Diese Erfahrungen indessensind nicht im Stande, den oben (§. 47.) aufgestelltenGrundsatz umzustoßen, da wir wissen, daß der Riech-stoff und einige flüchtige Geschmackstheilchen Abände-rungen des Wasserstoffs sind, der zum Theil in Entfer-nungen wirkt, und recht wohl unverändert übergehenkann.

Selbst Saussure, der doch den Uebergang derSalze und der Erden aus dem Boden nicht ganz läug-net, gesteht, daß, wenn die Gewächse vom extrakti-ven Theil des Bodens sich nähren sollten, ihr Gewichtfast gar nicht zunehmen würde?).

Noch kann man, als Einwurf gegen die verähn-lichende Kraft der Gewächse anführen, daß vielePflanzen eine ganz eigenthümliche Mischung des Erd-reichs fordern, daß sie also in dem Boden extraktiveStoffe finden müssen, die ihnen wohl bekommen oderzuwider sind. Allein schon Duhamelhat diesen Ein-wurf dadurch entkräftet, daß er zeigt, wie die meisten

6) Oulirmvl 6e» Lrbie», v«I. II. p. 21 ». «.

7) «lliro. »ur I« p. sü?.