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Siebentes Kapitel.
Gewächse fremder Himmelsstriche, deren jedes vielleichtauf einem andern Boden steht, dennoch in unsern Gär-ten mehrcntheils mit derselben Erde vorlieb nehmen,ja sogar eben so gut darin vegeriren als in ihrem Da-terlande. b) Und, ungeachtet oft Ausnahmen davonvorkommen: so beweisen diese nur, daß cinzcle Pflan-zenarten die Urstoffe des Bodens in bestimmten Ver-hältnissen anziehn, und andere wieder abstoßen. Ausdiesem Grunde allein ist der Nutzen der Wcchselwirth-schaft zu erklären; denn es fordert nachteilige An-strengungen der Pflanze, wenn sie nicht die rechtenVerhältnisse der Urstoffe im Boden trifft, und dieseerst Zersetzen, anders zusammen setzen und sich aneig-nen muß. Andere Pflanzen können dies eher, undbereiten also den Boden vor. Daher läßt man aufSommergetraide Hack- und Hülsenfrüchte folgen undsäet auf diese erst Wintergetraide.
Schon Duhamel widerlegt den Einwurf vomFruchtwechsel hergenommen, sehr gut. Wenn, sagter, die Gerste nach dem Waizcn deßwegen geriethe,weil die Erde den Nahrungssaft, der sich für die Ger-ste paßt, aufgespart hat: so müßte man auch eine gu-te Lernte von dem Waizen erwarten, der in Gerften-stoppel gesäet worden, weil die letztere den Nahrungs-saft, den der Waizcn fordert, nicht verzehrt hat. Aber
man
z) <Ies srbrer, vol. II. ji. 21Z.
y) Tinhofin ThaerS Annalen des Ackerbaues, B.viii. S. 321. —Thaers Grunds, einer ration-Land-wirthschaft, B. ll. S. ZZ 9 - 340.