Erscheinungen d. Pflanzenlebens. H.54. 289
man weiß, wie wenig ein solcher Wechsel anschlagt.^)Man muß vielmehr allemahl erst Klee in die Gersten --stoppel säen; durch diesen wird der Boden für denWaizen vorbereitet. In Pommern säet man jetzt denWalzen mit bestem Erfolg, ohne Düngung, in denBoden, der vorher Toback getragen.
Wenn ferner jedes Gewächs einen eigenthümlichenNahrungssaft aus dem Boden zieht: so würde dasUnkraut dem Getraide nicht schaden; so würde keinbestimmter Turnus beym Fruchtwechsel nöthig setzn,so würde man mit der Felder-Wirthschaft so weit kom-men, als mit der Koppel - und Wechsel-Wirthschaft.
Ich kann mich nicht enthalten, einen Gedankendes alten Edme Mariotte herzusetzen, der schon1679 dieselben Grundsätze enthalt. „Nehmt, sagt„er, einen Topf mit 7 bis 8 Pfund Erde, und säet„hinein, welchen Saamen ihr wollt. Die Pflanze„wird mit Hülfe deS Regens alle Stoffe in dieser Erde„finden, deren sie bedarf. Nun aber könnt ihr zooa„bis 4000 verschiedene Arten in dieselbe Erde säen.„Wenn nun die verschiedenen Bestandtheile, Salze,„Erden und Oehle alle in diesem Boden seyn sollten: so„müßten, wenn jede Pflanze, die in diesem Topf wach,„sen kann, nur i Quentchen festes Salz, 2 Quent».„chen Erde, überhaupt etwa 2 Unzen Bestandtheile„enthielte, in der Erde dieses Topfes Zoo Pfund jener„Bestandtheile seyn. Aber die ganze Masse des Re-„grnwassers in vier Monaten mit dem Gewicht der
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