Erscheinungen d. Pflanzenlebens. H. zz. 291
stoff und Kleber noch deutlicher entwickelt ist. (§. zy.)Wahrscheinlich bildet der Stick - und Wasserstoff auchd,e Alkalien und den Kalk, welche einen so wichtigenGehalt dieser Bestandtheile ausmachen. (§. 52.)
Die Extraktiv- und Färbestoffe sind verschieden,nachdem das Verhältniß des Sauer - oder Kohlen- oderWasserstoffs sich abändert. Sie gränzen aus der einenSeite an das Stärkmehl, auf der andern an den Ger-bestoff und die Harze. (§.40.) Der Gerbcstoff scheintsich bloß durch die vorwaltende sehr carbomsirte Säu-re ^§.41. 49.) von dem Extraktivstoff zu unterschei-den. Die Gallapfel-, Apfel-, Essig-, Benzoe- undBlausäure unterscheiden sich bloß durch den immer zu-nehmenden Gehalt an Kohlen- und Wasserstoff. (§.49.)
Wie sich der Phosphor und Schwefel, wie sichdas Eisen und Mangan in den Pflanzen bilden, dasist freylich noch nicht klar"; allein vermuthen darf manwohl, daß die beiden erstem Abänderungen des allge-meinen Brennbaren, also dcS Wasserstoffs sind; diebeiden letztem aber durch Stickstoff eben so gebildetwerden, wie die Alkaliey, welche letztere durch die Vol-taische Säule in Metalloiden übergehn. (§. 50. 51.)
Der reine Kohlenstoff geht figirt in Kieselerdeüber (§. §r.): mit Wasserstoff bildet er die Oehle,Balsame und Harze, obgleich die letztem auch einenbedeutenden Antheil an Sauerstoff haben. (§. 42-44.)
Betrachten wir aus diesen Gesichtspunkten denEhemismus der Vegetation: so besteht die letztere ineidcr durch die Lebenskraft der Pflanze selbst bewirktenZersetzung, Veränderung und mannichfachen Verarbei-