29r Siebentes Kapitel.
tung des azotisirten kohlensauren Wassers. Die Kolftlensäure zieht nämlich mehr Kohlenstoff aus der Pflan-ze an; dieser bildet mit dem Wasser-, Sauer, undStickstoff alle die verschiedenen Bestandtheile, die wirin den Pflanzen bemerken. Der Ueberfluß des Sauer-stoffs geht, wie wir in der Folge noch näher sehenwerden, durch die grüne Oberfläche, bey der Einwir-kung des Sonnenlichts, fort; Kohlen-, Wasser-undStickstoff werden flgirt, und der Ucbcrschuß tritt in dieBlüthe, nachdem dort noch Sauerstoff sich im Nektarabgeschieden, und macht, als Oehl und Wachs, denwesentlichen Bestandtheil der zur Befruchtung noth?wendigen Theile aus.
§. § 6 .
Mechanische ErklLrungSartcn der Vewezung derPflanzen.
Man würde sich indessen sehr irren, wenn mandiese Darstellung als genügend, und das Spiel derchemischen Anziehungen und Verwandtschaften für hin-reichend zur Erklärung der mancherley Bestandtheileber Gewächse halten wollte. In der That herrscht inden Pflanzen ein höheres Leben, als das physische,welches bloß durch den Mechanismus und die chemi-schen Anziehungen wirkt. Das Aufsteigen der Safte,ihre Veränderung, ihr Absetzen an die festen Theileund die Ernährung der Pflanzen sind weder die FolgendeS Mechanismus, noch der Verwandtschaften, oderwie man die chemischen Kräfte nennen will. Dieswollen wir zuerst beweisen.